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Reenactments werden in Deutschland zu verschiedenen Anlässen veranstaltet. Zum einen veranstalten einzelne Vereine solche Treffen, bzw. Städte oder Privatleute um Publikum heran zu ziehen. Das heisst, man ist nicht immer unter sich. Für Einsteiger aber eine gute Chance mal ein wenig Tuchfühlung aufzunehmen.

Ich habe mir die Mitte des 18. Jahrhunderts ausgesucht. Als Hannoveraner habe ich damit die Gelegenheit in Europa und Amerika zu spielen. Unser Kurfürst war ja in Personalunion auch König von England. Der schickt mich dann auch öfter mal als seinen Indianerbeauftragten in die Kolonien, um bei den Mohawks vorbei zu sehen ;-)

Wer bei Reenactments mitmachen möchte, muss entweder tief in die Tasche greifen, um sich die nötige Ausrüstung zu verschaffen oder selbst arbeiten. Das fängt bei der Garderobe an. Der richtige Schnitt, das richtige Material usw. Es will schier kein Ende nehmen!

Links sind mein neuer Rock und Weste zu sehen.

Wer dann nicht im Hotel übernachten möchte, braucht ein Zelt. Die Auswahl fängt bei einem A-Zelt an und endet bei einem Marquise Zelt. Auf dem Bild unten habe ich die rechte Seitenbahn von meinem Marquise abgenommen, um frische Luft zu bekommen.

Hier kann man auch deutlich sehen, dass das Dach nicht aussen mit Pfählen abgestützt ist. Es wird nur ausgespannt. Dadurch sind das Transportgewicht und die Masse recht gering. Auch wenn man es immer wieder sieht, Stützpfähle kamen erst zum Ende des Jahrhunderts auf.

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Worauf ich recht stolz bin ist mein selbstgefertigtes Bett. So sahen die Reisebetten (für die, die es sich leisten konnten) im allgemeinen aus. Die Konstruktion konnte aber durchaus variieren. Da die alten Häuser früher nur Balkendecken hatten, war es vorteilhaft einen Baldachin zu haben. Dann rieselte einem nicht des Nachts der Sand von oben in den Mund.

Ich hatte diese Betten in verschiedenen Museen in Amerika gesehen, nur konnte mir niemand sagen wie sie denn konstruiert waren.
Dafür möchte ich mich noch mal bei Richard S. Toone bedanken. Er hat mir seine Pläne eines Originalbettes zur Verfügung gestellt. Dabei stellte sich dann heraus, das die meisten Betten die ich gesehen hatte, von Richard stammten.